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 Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag 
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Beitrag Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Der erste Tag dieser Art fand am 11. Oktober 1988 in den USA statt. Seitdem fanden in immer mehr Ländern Aktionstage statt. In Deutschland wird er getragen vom Verein Coming Out Day e.V. mit Maren Kroymann, Thomas Hermanns und Georg Uecker als Botschaftern. In Washington werden am heutigen Sonntag Tausende Schwule und Lesben in einem "National Equality March" für ihre Rechte demonstrieren.





Was es nicht so alles gibt. Jetzt bin ich schon seit 31 Jahren schwul und erfahre erst heute, das wir sowas überhaupt haben :)

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11. Okt 2009, 14:44
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Zum Jahrestag noch ein paar Fakten:

Zitat:
Suizid

Lesbische und schwule Jugendliche haben eine vier- bis siebenmal höhere Suizidrate.

Das Suizidrisiko von Lesben und Schwulen zwischen 12 und 25 Jahren ist vier- bis siebenmal höher, als das von Jugendlichen im Allgemeinen. Deutlich ansteigend ist das Suizidrisiko, je jünger die Jugendlichen bei ihrem Coming Out sind.

Laut der Studie des Berliner Senats „Sie liebt sie. Er liebt ihn.“ haben sechs von zehn Befragten schon einmal daran gedacht, ihrem Leben ein Ende zu setzen, die Mädchen etwas häufiger als die Jungen. 18% haben bereits einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich. Die Erfahrung zeigt, dass das Risiko eines späteren Suizides mit der Anzahl vorausgegangener Suizidversuche steigt.

Quelle:„Zur Lebenssituation junger Lesben und Schwuler - Homosexualität und Suizidalität“, Referat, Dipl.-Psychologin Sigrid Meurer (Beratungsstelle Neuhland, Modelleinrichtung für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche)
in „Stärke gefragt - Eltern und ihre homosexuellen Kinder, Tagungsband Bundeselterntreffen, BEFAH e.V.“, Berlin 2003

Zitat:
Mobbing und Gewalt

Lesbische und schwule Jugendliche sind Opfer von Mobbing und Gewalt in Familie, Schule und der Öffentlichkeit.

Über die Hälfte hat üble Nachrede und Mobbing Gleichaltriger erlebt. Etwa vier von zehn, dass sich Freunde zurückgezogen haben. Ebenso viele sind in der Öffentlichkeit beschimpft worden, knapp ein Drittel in der Schule. Häufig erleben SchülerInnen, dass Lesben und Schwule zu Zielscheiben von Witzen und Verachtung werden, ohne dass Lehrkräfte darauf angemessen reagieren.

So verteidigen nur etwa 18% der Lehrkräfte Lesben/Schwule im Unterricht, über 27% jedoch lachen mit oder stimmen homophoben Äußerungen zu.

Körperliche Gewalt aufgrund der sexuellen Identität haben bereits 7% der lesbischen und schwulen Jugendlichen in der Schule erfahren und 5,7% in der Öffentlichkeit. Körperliche Gewalt im Elternhaus erleiden aufgrund Ihrer Homosexualität 1,5% der Jugendlichen.

Die Zahlen verdeutlichen: Homophobe Gewalt ist allgegenwärtig und spielt sich überwiegend auf der verbalen, psychischen Ebene ab. In der Mehrzahl der Fälle erleben die Jugendlichen die beschriebene Gewalt nicht einmalig, sondern mehrfach.

Quellen:
„Schwule Jugendliche: Ergebnisse zur Lebenssituation, sozialen und sexuellen Identität“, Studie des Niedersächsischen Ministeriums für Frauen, Arbeit und Soziales, 2001

Zitat:
Rauswurf und Flucht von zuhause

Häufig werden lesbische und schwule Jugendliche von zuhause rausgeworfen, wenn sie sich ihren Eltern anvertrauen - auch heute noch.

Etwa 4% der lesbischen und schwulen Teenager werden von zuhause rausgeworfen, wenn sie sich outen und sind mit dieser Problematik somit signifikant häufig konfrontiert. Schnelle und professionelle Hilfe ist dann gefragt, jedoch gibt es in der Bundesrepublik hierzu zur Zeit nur wenige Angebote.

Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der erhöhten Anzahl der Rauswürfe auch ein erhöhter Anteil der Jugendlichen, die auf der Straße leben, aufgrund ihres Lesbisch-/Schwulseins dazu gekommen sind. Studien über diese Thematik gibt es bislang nicht.

Fast die Hälfte der 15- bis 25-jährigen hat bisher dem Vater die eigene Homosexualität nicht mitteilen können, über ein Viertel muss langfristig damit leben, von ihm wegen des Lesbisch-/Schwulseins abgelehnt zu werden.

Mit Weglaufen von zuhause reagieren 8% der Jungen und 15% der Mädchen auf psychischen Druck im Elternhaus.

Quellen:
„Wir wollen´s wissen - Befragung zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen in NRW“, Jugendnetzwerk Lambda NRW e.V., Aachen 2005, Herausgeber: Schwules Netzwerk NRW e.V.

„Schwule Jugendliche: Ergebnisse zur Lebenssituation, sozialen und sexuellen Identität“, Studie des Niedersächsischen Ministeriums für Frauen, Arbeit und Soziales, 2001

„Sie liebt Sie. Er liebt ihn. - Eine Studie zur psychosozialen Situation junger Lesben, Schwuler und Bisexueller in Berlin“, Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, Berlin 1999

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11. Okt 2009, 14:59
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Zitat:
Depressionen und andere psychischen Erkrankungen

Lesbische und schwule Jugendliche leiden, aufgrund von massiven Diskriminierungserlebnissen, überdurchschnittlich häufig an Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen.

In der Studie des Niedersächsischen Ministeriums von 2001 gab jeder Vierte schwule Jugendliche an, bereits fachliche, psychologische Hilfe in Anspruch genommen zu haben. Im Vergleich: auf weniger als 10% der allgemeinen männlichen Jugendlichen trifft dieses zu.

15% der schwulen Teenager leiden unter Depressionen, verglichen mit 5% ihrer heterosexuellen Altersgenossen.

Die Belastung mit Depressionen ist in der Untersuchungsgruppe schwuler Jugendliche demnach drastisch erhöht.

Für lesbische Jugendliche liegen derzeit keine hinreichenden Untersuchungen vor. Da sich in allen anderen Problemlagen jedoch die Zahlen der lesbischen und der schwulen Jugendlichen sehr ähneln, ist auch hier davon auszugehen.

Wie beim Thema Suizidalität, muss auch hier deutlich erwähnt werden, dass nicht die Homosexualität an sich dazu führt, psychische Erkrankungen zu erleiden, sondern die eigenen (berechtigten) Ängste, Erfahrungen mit den Reaktionen des Umfeldes (Elternhaus, Gleichaltrige, Schule) und die gesellschaftliche Bewertung.

Quellen:
„Schwule Jugendliche: Ergebnisse zur Lebenssituation, sozialen und sexuellen Identität“, Studie des Niedersächsischen Ministeriums für Frauen, Arbeit und Soziales, 2001

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11. Okt 2009, 15:02
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
müssen wir uns jetzt sorgen machen ?
Gruß
Frank (der, der unheimlich oft auf dieser Seite ist :-) )


17. Okt 2009, 16:11
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Nachtrag: natürlich meine ich "Sorgen machen um Dich" - das diese situation Sorgen macht, ist klar
Frank


17. Okt 2009, 16:12
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Nein Frank, ich kann mich gut gegen Heteros wehren. Ich vertreibe sie sogar aus Foren und Sippen :)

Und nebenbei bemerkt kann ich auch das Prädikat "Jugendlicher" nicht mehr so ganz für mich verbuchen.

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17. Okt 2009, 19:40
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Dafür soll es dann aber bald wieder in Uganda die Todesstrafe geben:

Zitat:
Ein Gesetzentwurf ist ins ugandische Parlament eingebracht worden, der "schwere Homosexualität" künftig mit der Todesstrafe ahnden will.

Das "Antihomosexualitätsgesetz 2009" wurden vom Abgeordneten David Bahati von der Regierungspartei NRM eingereicht. "Schwere Homosexualität" soll fortan zur Hinrichtung führen, "normale Homosexualität" soll dagegen eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben, wie es bereits jetzt schon der Fall ist. Todeswürdig ist demnach, Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Behinderten oder Jugendlichen zu haben. Auch eine HIV-Infektion des "Täters" wäre "schwere Homosexualität". Für nicht vollendete schwule Beischlafsversuche sollen sieben Jahre Gefängnis winken.

Auch die Werbung von Homosexualität soll zu einer Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren führen. Wirtschaftsbetriebe oder Vereine, die für Schwule werben, sollen mit dem sofortigen Lizenzentzug bestraft werden.

Im Gesetz heißt es, dieses hohe Strafmaß "schützt die traditionelle Familie, indem es alle Formen der sexuellen Beziehungen zwischen Personen des gleichen Geschlechts verbietet". Es schütze damit insbesondere die Jugendlichen, die Gefahr laufen, "sexuelle Misshandlungen und Ausschweifungen erleiden zu müssen als Ergebnis von kulturellen Veränderungen, unzensierten Informationstechnologien und zunehmenden Versuchen von Homosexuellen, Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufzuziehen."

Uganda wäre das achte Land, das die Todesstrafe aufgrund der sexuellen Orientierung verhängt. Es wäre zudem der erste Staat mit dieser Bestrafungsform, das nicht mehrheitlich muslimisch ist. 45 Prozent der Ugander sind Katholiken, 40 Prozent sind Anglikaner.

Der ostafrikanische Binnenstaat gilt als einer der homofeindlichsten Länder der Welt. Erst im April hat der ugandische Ethikminister erklärt, dass die Vereinten Nationen seinem Land Homosexualität aufzwingen wollten. Präsident Yoweri Museveni hatte zuvor gleichgeschlechtliche Liebe als "ausländische Kultur" bezeichnet. Die Regierung ist der festen Überzeugung, dass es das Hauptanliegen von erwachsenen Schwulen ist, Kinder zu ihrem "Lebensstil" zu verführen. (dk)

Quelle: queer.de

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17. Okt 2009, 19:45
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Das erinnert mich spontan daran, meine Bewaffnung aufzustocken.

Reizgas ist mir zu unsicher, die Katanas hab ich nicht immer dabei und wenn ich mit Armbrust samt Bolzen rumlaufen, schauen die Leute einem so komisch an.

Aber die Amis haben was ganz brauchbares.
Das SOG Seal Pup M37-K scheint ganz praktisch zu sein. Mal sehen, vielleicht zu Weihnachten.

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17. Okt 2009, 20:19
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Das hat aber mehr als 12 cm Klingenlänge und ist somit in Deutschland verboten. Ich empfehle den Taser mit der ADVANCED TASER® M26™ technology - immer ein Vergnügen :-)


23. Okt 2009, 16:34
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Beitrag Re: Heute ist Internationaler Coming-Out-Tag
Das ist so nicht ganz Richtig.

Sowohl der Besitz als auch das aufbewahren dieser Klingen ist weiterhin legal.
Das führen in der Öffentlichkeit ist allerdings nur zu Brauchtumspflege oder aufgrund des Berufs erlaubt.

Bei uns gibt es den Brauch, sich nicht von Bekloppten Homophoben abstechen zu lassen, daher fühle ich mich BERUFen, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.



Und mal unter uns, die Jungs und Mädels die allwöchentlich in unserem schönen Land zum Homoklatschen auf Tour gehen, ohne das auch nur irgendjemand aufhebens darum machen würde, halten sich da auch nicht dran.
Die Bullen, verzeihung, es muss natürlich heißen unsere hochgeschätzen Gesetzeshüter, finden Täter dieser Art eh selten und wenn es doch mal dazu kommt, ist Justizia der Ansicht dass man den armen Hetero mit schwerer Kindheit ja nicht zumuten kann, Horden weltfrieden- und christlicher Wertevernichtender Homosexuellen ansichtig zu werden und verteilt Sozialstunden und Bewährungsstrafen wie Karstadt Tennissocken am Wühltisch.

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23. Okt 2009, 18:54
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